Nachdem wir bereits in Cat Ba (Insel mit sehr wenig Verkehr) gute Erfahrungen mit dem Modedfahren gemacht haben, versuchen wir unser Glück in dieser mittelgroßen Stadt. Dieses Mal sind wir nicht einzeln unterwegs, sondern teilen uns eine Maschine.
Jan hat sich Open-Street-Maps für Vietnam runtergeladen und sucht uns die schönsten Strecken zu den Sehenswürdigkeiten raus, die uns über kleine Dörfer, tolle Landschaft und die eine oder andere Huckelpiste durch die abgeernteten Reisfelder führen.
Wir kommen durch Orte, in denen bestimmt nicht jeden Tag ein Tourist gesichtet wird. Je nachdem werden wir von den Einheimischen kritisch beäugt, verwundert angeschaut oder freundlich angelächelt. Selbst bei den Wasserbüffeln habe ich das Gefühl, sie schauen verdutzt, wenn wir über einen kleinen Damm zwischen zwei Reisfeldern gerollert kommen.
Häufig werden wir mit „Hello-Hello“ von den einheimischen Jugendlichen im Vorbeifahren gegrüßt, wenn sie zu zweit nach der Schule an uns vorbeisausen oder wir sie überholen.
Da wir beide so viel Spaß am Fahren haben, wechseln wir uns regelmäßig ab. Dabei kristallisieren sich gewisse Stärken heraus:
- Bonnie schlägt sich besser in der Rushhour.
- Jan fährt definitiv besser über sehr schmale Holperpisten.
Weitere Besonderheiten:
- Wir fahren eine Honda-Yamaha (wusste nicht, dass es das Fabrikat gibt).
- Wir finden raus, dass die Google-Navigation die verlässlichere ist – wenn man denn Internet hat. Aber im Gegensatz zu Google Maps bietet OsmAnd (Open-Street-Map, auch offline) für Vietnam auch eine Fahrradnavigation. Und die führt uns über die abenteuerlichsten Routen an die schöneren Orte.
- Maske tragen ist super, wenn man hinter beladenen LKW fährt.
- Wir fahren das Mopped bis auf den letzten Tropfen Sprit leer. Beim zweiten Mal dachte ich wirklich, wir schaffen es nicht mehr bis zum Hotel und müssen eine Wasserflasche voll Sprit am nächsten Gemüsestand kaufen.
- Abends sind wir beide meist sehr verspannt. (Jan: Trizeps linker Arm und Nacken, Bonnie: Hintern)
- Wenn man den Roller mehrere Tage hintereinander mietet, darf er auch im Frühstücksraum des Hotels übernachten.
- Das Moped quietscht am Ende mehr als vorher. (Hätten die an der Rezeption gewusst, wo die weißen Touris langeiern, hätten sie uns vielleicht kein Moped ausgeliehen.)




Na, das ist ja wirklich Abenteuer pur.
Ich glaube,das ist die Gegend wo Wolfg. sich mit dem Fahrrad lang gelegt hat.
Ja, ich glaube auch. Trockene Halong-Bucht.