Die japanische Toilette

Wir waren euch noch einen Nachtrag schuldig. Wie war denn das jetzt eigentlich mit der japanischen Toilette?
Wir haben eure Rufe vernommen und keine Mühen gescheut, allen Details auf den Grund zu gehen.
In gewisser Hinsicht ähnelt die Funktion des kleinen Hebels derer der bereits vorgestellten Popo-Dusche. Allerdings kann man den Hebel in zwei Richtungen umlegen, was den Forschergeist weckt und zu allerlei Theorie Anlass gibt. Handelt es sich hier um eine Temperatursteuerung? Verschiedene Optionen zu Einstellung der Strahlhärte? Wird vielleicht gleich hinterhergeföhnt?

Hebel an japanischer Toilette

Alles falsch. Genauere Inspektion zeigt zwar eine rote Markierung, aber nur einen Kaltwasserzufluss. Außerdem sind die beiden Bewegungsrichtungen mit „Wash“ und „Bidet“ beschriftet und herzallerliebsten Piktogrammen eines Hinterns und einer Frau markiert.

Ein erster Selbstversuch ergibt, dass der Strahl je nach Hebelstellung unterschiedliche Stellen erreicht. Genauere Inspektion (ja, wir haben für euch das Bad unter Wasser gesetzt) zeigt Folgendes: Je nach Einstellungen fährt einer von zwei Spritzstäben aus dem hinteren Teil der Schüssel nach von. Die beiden Stäbchen unterscheiden sich durch die Anzahl der Löcher, durch die das Wasser spritzt, was vermutlich Einfluss auf die Strahlhärte nehmen soll. Tatsächlich muss sich entweder der Druck oder der Abstrahlwinkel unterscheiden, denn der Einschlagspunkt des Wasserstrahls an der gegenüberliegenden Wand unterschied sich leicht.

Genauere Messungen mussten wir euch leider, im Interesse unseres weiteren Aufenthalts im Hotel, schuldig bleiben.

Gern geschehen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Katja

    Okay, die empirische Datenerhebung und experimentelle Überprüfung klappen schon gut. Etwas mehr theoretische Fundierung und Einordnung in den aktuellen internationalen Forschungsstand könnten es aber noch sein. Gute wissenschaftliche Praxis… 😉

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